Das physikalische Problem im Verborgenen
Viele Hausbesitzer unterschätzen die Wirkung von Altspeiseöl oder Bratfett nach dem Kochen. In der Pfanne ist das Fett noch flüssig und scheint problemlos im Ausguss zu verschwinden. Doch genau hier beginnt der fatale Prozess für Ihre Entwässerung. Sobald das heiße Fett mit dem kalten Wasser in der Leitung in Berührung kommt, kühlt es schlagartig ab und wird hart.
Dieses erstarrte Fett wirkt in Ihren Rohren wie ein extrem starker Klebstoff. Es lagert sich Schicht für Schicht an den Innenwänden ab. In Kombination mit Speiseresten, Kalk und anderen Partikeln entstehen so mit der Zeit massive Ablagerungen. Diese Schichten wachsen stetig an, bis der ursprüngliche Rohrdurchmesser nur noch einen Bruchteil seiner Größe hat.
Ein weiteres Problem ist die chemische Reaktion. Das festgesetzte Fett fängt im Rohr an zu faulen. Dies führt nicht nur zu extrem unangenehmen Gerüchen in Ihrer Küche, sondern greift auch die Dichtungen und das Material Ihrer Rohre an.
Die richtige Entsorgung im Alltag
Gießen Sie gebrauchtes Öl oder Fett niemals in die Spüle oder die Toilette. Lassen Sie das Fett in der Pfanne abkühlen und wischen Sie es anschließend mit einfachem Küchenpapier gründlich aus. Das Papier können Sie dann problemlos im Restmüll entsorgen. Größere Mengen an Frittieröl sollten Sie in verschließbare Behälter füllen und zu einer Sammelstelle bringen.
Sollten Sie merken, dass das Wasser bereits langsamer abläuft oder es aus dem Siphon gluckert, ist es meist schon zu spät für Hausmittel. In diesem Stadium helfen nur noch unsere professionellen Hochdruckspülungen, um die hartnäckigen Fettschichten restlos zu entfernen.